Buddhistische Lebensführung / Folgerungen / Vegetarismus
Vegetarismus
Denn es geht dem Menschen wie dem Vieh: wie dies stirbt, so stirbt er auch, und haben alle einerlei Odem [...] (Bibel, Prediger 3, 19). Nun, hoffen wir, dass wir nicht so sterben, wie die Tiere, die auf unserem Speiseplan stehen: auf Grund des enormen Zeitdrucks bei der Schlachtung - es geht, wie immer, um die Optimierung des Gewinns - versagt die gesetzlich vorgeschriebene Betäubung der Tiere so oft, dass - nach Schätzungen des Deutschen Tierschutzbundes (Pressemeldung vom 06.04.2010) - jährlich allein in unserem Lande ca. 150 000 Rinder und 500 000 Schweine bei vollem Bewusstsein zerlegt werden.
Das allein müsste reichen, um jeden, der nicht konsequent die Augen vor der Realität verschließt, zum Vegetarier werden zu lassen. Doch freilich ist dies nur einer von vielen guten Beweggründen für ein vegetarisches Leben:
- Ethische und / oder religiöse Gründe (z. B. Ablehnung der Tötung von Lebewesen)
- Ökologische und soziale Gründe (erheblicher Beitrag der Massentierhaltung zur Umweltzerstörung und zum Hunger in der Welt)
- Gesundheitliche Gründe (Krankheit durch übermäßigen Fleischkonsum)
Eine detailliertere Liste der Motive von ethisch bis spirituell findet sich im Buch "Vegetarische Ernährung" (Leitzmann 2010, S. 24). Obwohl vorrangig für Mediziner und Ernährungswissenschaftler geschrieben, ist es auch für Laien ein guter Einstieg, um sich dem Thema zu nähern und - bei einem Umstieg auf vegetarische oder vegane Ernährung - Fehler zu vermeiden.
Einfacher zu lesen ist "Vegetarisch leben von Risi und Zürrer. Es ist als Buch preiswert zu erwerben, kann aber auch kostenlos online gelesen werden.
