Thomas Häfner

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Buddhistische Lebensführung / Folgerungen / Achtsamkeit ...

Achtsamkkeit, Meditation, Weisheit

Wurde Meditation früher oft als nutzloser Zeitvertreib von Esoterikern und Spinnern abgetan, ist sie in den letzten Jahren zunehmend Gegenstand (vor allem neuro-)wissenschaftlicher Forschung geworden und wird auch erfolgreich in der Therapie seelischer Störungen (Burn-Out, Depression) verwendet.

Der US-amerikanische Buddhist und Molekularbiologe Jon Kabat-Zinn entwickelte seit den späten Siebziger-Jahren sein Achtsamkeitsbasiertes Stressreduktionsprogramm (MBSR - Mindfulness-Based Stress Reduction), das Achtsamkeitsübungen und Meditation ebenso einbezieht wie Yoga und Übungen zur Körpererfahrung wie den Bodyscan.

Die Forschungen der letzten Jahren fanden vor allem mit Hilfe langjährig praktizierender buddhistischer Mönche statt, die im Laufe ihres Lebens zigtausende Stunden meditiert hatten. Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass bei ihnen die Gehirnareale, die beispielsweise für Mitgefühl und andere positive Gefühle zuständig sind, besonders ausgeprägt und signifikant vergrößert sind. Was nicht überrascht, wenn man bedenkt, dass das gleiche Phänomen auch bei Spitzensportlern oder Musikern, die viele Tausend Stunden immer wieder die gleichen Bewegungsabläfe trainieren, zu beobachten ist. Es geht also um das, was man Neuroplastizität nennt: stark beanspruchte Nervenzellbereiche bauen ihre gegenseitige Vernetzung zunehmend aus. Die dazu nötige Beanspruchung kann sowohl motorischer Art sein (wie bei Tennis- oder Klavierspielern), als auch gedanklich-geistiger Art (z. B. Meditation über Mitgefühl).

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