Buddhistische Lebensführung
| Zur Orientierung: Wer glaubt was (nicht)? | ||
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Der Agnostiker sagt, dass man weder beweisen
noch widerlegen könne, dass es einen Gott gibt, bzw. dass es eine Weiterexistenz (in
welcher Form auch immer) nach dem Tode gibt. [1] |
Der Atheist ist überzeugt, dass es keinen Gott gibt. Da er das nicht beweisen kann, ist auch diese Überzeugung eine Form des Glaubens. [1] | Der Buddhist glaubt nicht an Gott, aber meist an die altindischen Lehren von Karma und Wiedergeburt. Es gibt aber auch aussichtsreiche Versuche, den Dharma (= Buddhas Lehre) vom Ballast der altindischen Konzepte zu befreien, ihn damit in die Gegenwart zu holen und zukunftstauglich zu machen. [2] |
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Der vorsichtige Agnostiker / Atheist führt sein
Leben so, dass er im Falle einer eventuellen Weiterexistenz nach dem Tode auf der sicheren
Seite ist. Das heißt, er führt ein "gottgefälliges" Leben und bemüht sich,
überwiegend gute Taten zu begehen. |
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Ist eine Religion ohne Gott überhaupt eine Religion? Das hängt davon ab, wie man Religion definiert. Eigentlich spielt es aber keine wirklich entscheidende Rolle, ob man Buddhas Lehre als Religion, Philosophie oder Lebensanschauung auffasst (es sei denn, man will sie als Religionsgemeinschaft staatlich anerkennen lassen - ein legitimes Anliegen, an dessen Umsetzung momentan die Deutsche Buddhistische Union arbeitet). Sie bietet allen Menschen - auch Anhängern anderer Religionen und Weltanschauungen - vielfältige Meditations- und Achtsamkeitsmethoden sowie ethische Regeln und Wegweiser zur Weisheit (die - entgegen anderslautenden Ansichten - durchaus nicht immer automatisch mit dem Alter kommt).
Anmerkungen
1. Agnostizismus / Atheismus
Vergleiche hierzu die Wikipedia-Artikel zum Agnostizismus, zu Thomas Henry Huxley, der den Begriff maßgeblich prägte, und zum Atheismus.
2. Dharma
Vergleiche hierzu vor allem die Bücher von Stephen Batchelor, außerdem seine Vorträge, die auf der Seite Buddha-Stiftung unter "Vorträge" zu finden sind.